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Der regelrechte
Boom bei Optionsscheinen in den letzten Jahren hat auch einen Boom
unterschiedlicher Optionsscheinarten mit sich gebracht. Die gebräuchlichste
Einteilung wird nach der Art des Basiswertes getroffen. Für den
Optionsschein-Investor ist dieser Abschnitt nicht von sehr großer
Bedeutung für den späteren Anlageerfolg. Er sollte lediglich
wissen, dass es Optionsscheine auf unterschiedliche Arten von Basiswerten
gibt.
Die so genannten
Stock Warrants, oder Aktienoptionsscheine,
sind Optionsscheine, deren Basiswert eine Aktie ist. Sie
haben mit etwas weniger als die Hälfte den größten
Anteil am Optionsscheinmarkt. Bei der überwiegenden Mehrheit
dieser Optionsscheine handelt es sich um sogenannte Naked
Warrants. Im Gegensatz zu den Traditionellen Optionsscheinen
werden die Naked Warrants nicht von Unternehmen in
Verbindung mit einer Optionsanleihe ausgegeben. Statt dessen werden
sie vor allem von Banken und Wertpapierhandelshäusern emittiert.
Eine Untergruppe der Naked Warrants bilden die so genannten Covered
Warrants. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht
etwas verwirrend, ist es aber keineswegs. Covered ist in diesem
Fall nämlich nicht als das Gegenstück zu naked zu verstehen.
Es bedeudet lediglich, dass der Emittent des jeweiligen Optionsscheins
die zugrunde liegenden Basiswerte zur Sicherstellung der
Lieferansprüche des Optionsscheininhabers bei Ausübung
des Optionsrechts in einem Depot verwahrt.
Optionsscheine,
deren Basiswert ein Index (z.B. der DAX oder der Dow Jones-Index)
ist, werden als Index Warrants,
oder Indexoptionsscheine bezeichnet.
Sie haben mit rund 30 Prozent den zweitgrößten Anteil
am Optionsscheinmarkt. Im Gegensatz zu Aktienoptionsscheinen ist
jedoch ein Index als Basiswert kein effektiv lieferbares Bezugsobjekt.
Daher kann hier keine Ausübung des Optionsrechtes
erfolgen. Es besteht somit nur der Anspruch auf eine entsprechende
Ausgleichszahlung. In diesem Fall spricht man auch von Barausgleich
oder Cash Settlement.
Liegt einem
Optionsschein eine Währung als Basis zugrunde, spricht man
von einem Currency Warrant, also einem Währungsoptionsschein.
Ein solcher Schein berechtigt seinen Inhaber, einen festgesetzten
Betrag einer bestimmten Währung innerhalb einer bestimmten
Frist zu dem vorab vereinbarten Wechselkurs zu kaufen bzw. zu verkaufen.
Währungsoptionsscheine machen rund 20 Prozent aller Optionsscheine
aus.
Den Bond
Warrants liegen als Basiswert Anleihen zugrunde. Daher
ist die Bezeichnung Zinsoptionsschein
etwas irreführend, aber dennoch die gebräuchliche
Bezeichnung. Ein solcher Schein berechtigt zum Bezug bzw. Verkauf
einer Anleihe zu einem festgelegten Anleihekurs. Zinsoptionsscheine
machen weniger als zehn Prozent des Optionsscheinhandels aus.
...
...bitte hier weiterlesen
(OS handeln vs. OS ausüben)