Hebeleffekt:
Der Clou der Optionsscheine!
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Wer mit Optionsscheinen
handelt, geht davon aus, mit geringerem Kapital-Einsatz eine vergleichsweise
höhere Rendite zu erzielen als mit Aktien oder Aktienfonds.
Grund hierfür ist der sogenannte Hebel- bzw. Leverage-Effekt
von Optionsscheinen. Was ist darunter zu verstehen?
Ein
Beispiel: Dabei werden Sie schnell erkennen, dass genau
dieser Effekt die erhöhten Gewinnchancen mit sich bringt, auf
die so viele Spekulanten achten. Er ist aber ebenso für das
erhöhte Risiko verantwortlich. Gehen wir einfach von folgender
Konstellation eines Call-Optionsscheins aus:
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Kurs
des Basiswertes
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Basispreis
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Kurs
Call-OS
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Bezugsverhältnis
|
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100
EUR
|
50
EUR
|
50
EUR
|
1
: 1
|
Was passiert,
wenn die Aktie um 20 % steigt, ihr Kurs also nunmehr 120 Euro beträgt?
Da der Basispreis unverändert bleibt, sind Sie immer noch zum
Bezug der Aktie zu 50 Euro berechtigt. Bei einem Aktienkurs von
120 Euro dürfte der Wert des Optionsscheins daher bei mindestens
70 Euro liegen. Auf das eingesetzte Kapital entspricht dies einer
Rendite von 40 % gegenüber 20 % im Fall des Aktienkaufs. Sie
hätten also in diesem Fall durch Kauf eines entsprechenden
Calls eine wesentlich höhere Rendite erzielt als durch den
Kauf der Aktie. Genau dies zeichnet den so genannten Hebeleffekt
von Optionsscheinen aus.
Aber Vorsicht:
Der Hebeleffekt wirkt auch in die entgegengesetzte Richtung.
Treten die Erwartungen des Optionsscheinkäufers nicht ein,
so fallen die prozentualen Wertverluste von Optionsscheinen in der
Regel größer aus als die Wertveränderungen des zugrunde
liegenden Basiswertes. Was wäre in unserem Beispiel passiert,
wenn die Aktie nicht gestiegen, sondern um 20 % gefallen
wäre? Der Aktienkurs läge dann bei 80 EUR. Das Optionsrecht
ist in diesem Fall nur noch 30 EUR wert, was einem Verlust in Höhe
von 40 % entspricht. Entwickelt sich also die Aktie entgegengesetzt
zur erwarteten Richtung, fällt der Verlust beim Optionsscheinkauf
ebenfalls stärker aus. Genau hierin liegt das erhöhte
Risiko, das bis zum Totalverlust führen kann.
Sie haben nun
gesehen, wie sich mit Optionsscheinen bei steigenden Kursen überproportionale
Renditen erzielen lassen. Dass sich aber ebenso ein Gewinn bei Kursrückgängen
realisieren läßt, scheint auf den ersten Blick nicht
leicht nachvollziehbar. Daher wollen wir uns diese Möglichkeiten
anhand eines Put-Optionsscheins ansehen. Gehen wir von folgender
Situation aus:
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Kurs
des Basiswertes
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Basispreis
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Kurs
Put-OS
|
Bezugsverhältnis
|
|
100
EUR
|
150
EUR
|
50
EUR
|
1
: 1
|
Mit dem Put-Optionsschein
haben Sie das Recht zum Verkauf der Aktie zu genau 150 Euro erworben.
Nehmen wir an, der Aktienkurs gibt um 20 % auf 80 EUR nach. Das
Optionsrecht erhöht sich in seinem Wert von 50 auf 70 Euro.
Denn Sie könnten die Aktie für aktuell 80 Euro über
die Börse beziehen und unmittelbar für 150 Euro durch
Ausübung des Optionsrechtes wieder verkaufen. Auf den eingesetzten
Optionsscheinpreis von 50 Euro entspricht dies also einer Rendite
von 40 %, und das obwohl der Aktienkurs um 20 % gefallen ist. Nicht
nur, dass Sie durch den Kursrückgang der Aktie keinen Verlust
gemacht haben; Ihr Gewinn fällt auch prozentual noch stärker
aus als der Kursverlust der Aktie. Mit Hilfe eines Puts können
Sie also überproportional von den Kursverlusten des
zugrunde liegenden Basiswertes profitieren.
...
...bitte hier weiter lesen
(Unterschiedliche Optionsscheinarten)