Call:
Der Kaufoptionsschein
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Empfehlung der Redaktion
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Wer einen Call
kauft, setzt auf steigende Kurse des zugrunde liegenden Basiswertes.
Liegt er mit seiner Erwartung richtig, können seine Gewinne höher
ausfallen als beim Kauf der entsprechenden Aktie.
Beispiel:
Stellen Sie sich vor, Sie besäßen einen Call, der Sie
zum Kauf einer bestimmten Aktie (Basiswert) z.B. der Allianz AG
berechtigt. Der zugesicherte Kaufpreis für die Aktie (Basispreis)
beträgt in unserem Fall 200 Euro. Weiterhin gehen wir davon
aus, dass der aktuelle Aktienkurs bei 300 Euro liegt. Überlegen
Sie einmal, wie viel der Call nun mindestens wert ist.
Der Optionsschein
berechtigt Sie, die Aktie zu einem Kurs von 200 Euro zu kaufen,
obwohl die Aktie an der Börse aktuell zu 300 Euro gehandelt
wird. Würden Sie Ihr Recht ausüben, so könnten Sie
einen Gewinn von 100 Euro einstreichen. Diese 100 Euro stellen quasi
den Substanzwert des Optionsscheins dar. In der Fachsprache bezeichnet
man diesen Wert als den Inneren Wert
eines Optionsscheins. An der Börse werden Optionsscheine
allerdings zu einem über ihrem Inneren Wert liegenden
Kurs gehandelt. Warum dies so ist, erklären wir Ihnen in
dem Kapitel Der Wert eines Optionsscheins.
Wie
verändert sich jetzt der Innere Wert des Optionsscheins, wenn
sich der Aktienkurs des Basiswertes verändert?
Steigt
der Kurs der Aktie um 10 Euro, so steigt der Innere Wert des
Kaufoptionsscheins ebenfalls um 10 Euro. Er berechtigt Sie ja weiterhin,
die nunmehr zu 310 Euro gehandelte Aktie zum Preis von 200 Euro
zu kaufen. Der Innere Wert beträgt somit 110 Euro. Als Inhaber
eines Calls profitieren Sie also von Kurssteigerungen des zugrunde
liegenden Basiswertes bzw. Wertpapiers. Während in unserem
Beispiel die Aktie lediglich um 3,3% stieg (von 300 auf 310
Euro), nahm der Innere Wert des Optionsscheins sogar um 10%
zu (von 100 auf 110 Euro).
Wie aber
sieht es aus, wenn die Aktie fällt? Nun, dann müssen
Sie leider mit unter Umständen erheblichen Kursverlusten rechnen.
Nehmen wir an, der Kurs der Aktie steigt nicht um 3%, sondern er
fällt von 300 Euro um 20% auf 240 Euro. Dann beträgt der
Innere Wert Ihres Calls nur noch 40 Euro (100 - 60), d. h. er ist
um 60% (!!!) seines Wertes gefallen.
Aber gehen wir
noch ein Stück weiter und lassen den Aktienkurs des Basiswertes
unter den Basispreis von 200 Euro fallen. An der Börse
könnten Sie die Aktien nun billiger erwerben als über
den Optionsschein. Aus Ihrem Optionsrecht könnten Sie nun keinen
Vorteil mehr ziehen, der Innere Wert Ihres Optionsscheins wäre
Null. Auch wenn der Aktienkurs zum Ausübungstermin unter
dem Basispreis liegt: Weniger als Null kann Ihr Optionsschein trotzdem
nicht wert werden, weil Sie ja Ihr Recht nicht ausüben müssen.
In der Sprache
der Börsianer ist Ihr Optionsschein damit aus
dem Geld bzw. out of the money.
Ist der Innere Wert Ihres Optionsscheines größer Null,
d. h. liegt der Aktienkurs über dem Basispreis, so
ist der Optionsschein im Geld
bzw. in the money. Und wenn der Aktienkurs genau dem Basispreis
entspricht (in unserem Beispiel 60 EUR), bezeichnet man das als
am Geld bzw. at the money.
...
...bitte
hier weiter lesen
(Put-Optionsschein)