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Optionsscheine-Crashkurs: Gebote 3 und 4

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...zur Vermeidung von Anfänger-Fehlern

3. Irrtum: Das Kursziel der Aktie entspricht dem Basispreis des Optionsscheins

Interessantes Angebot

Viele Neulinge begehen den Fehler, ein Kursziel für den entsprechenden Basiswert festzulegen und sich dann einen Optionsschein weit aus dem Geld herauszusuchen, bei dem der Basispreis dem Kursziel entspricht. Das kann bei sehr langer Restlaufzeit des Optionsscheins gutgehen, oftmals endet ein solches Engagement aber mit einer herben Enttäuschung. Besonders schlimm wird diese ausfallen, wenn der Zeitpunkt, zu dem das Kursziel erwartet wird, auch noch der Restlaufzeit des Optionsscheins entspricht. Ein Problem scheint durch die vergangenen Kurssteigerungen am Neuen Markt auch die Realitätsferne der Anleger zu sein. So wird oftmals wie selbstverständlich mit einer Kurssteigerung des Basiswerts um 100% oder mehr gerechnet, so daß die Spekulation allein schon aufgrund des überzogenen Kursziels zum Scheitern verurteilt ist. Gewiß, solche Kurssteigerungen kommen vor, aber ob nun ausgerechnet Sie den Wert erwischen, bei dem sie eintritt? Gehen Sie lieber von wahrscheinlichen Kurszielen aus.

3. Gebot:
Reserven beim Basispreis einhalten damit Innerer Wert entstehen kann!


4. Irrtum: Der Kurszielzeitpunkt stellt das Laufzeitende dar!

Extrembeispiel zur Verdeutlichung des dritten und vierten Irrtums: Ein Anleger erwartet einen Kursanstieg einer Aktie von aktuell 40 auf 80 in einem Jahr. Er wählt einen Call mit Basispreis 80 und einer Restlaufzeit von einem Jahr. Dieser Anleger sollte sich immer vor Augen halten: Selbst wenn sein gesetztes Kursziel erreicht wird, ist sein Schein wertlos, wenn sein Kursziel am Ende der Laufzeit tatsächlich erreicht wird! Der innere Wert des Scheins beträgt nun exakt null, der Zeitwert aufgrund der abgelaufenen Restlaufzeit ebenfalls null. Er erleidet einen Totalverlust seines eingesetzten Kapitals - obwohl die mutige Kursprognose einer Verdopplung der Aktie richtig war!

Stellen Sie sich nun vor, ...
... das Kursziel wäre bei weitem verfehlt worden! Er hätte seinen Totalverlust noch viel früher erlitten.
... er hätte eine deutlich längere Restlaufzeit gewählt, um "Reserve" zu haben: Sein Schein hätte zumindest noch ein wenig Zeitwert.
... er hätte einen Basispreis von etwa 35 oder auch 45 gewählt: Sein Schein hätte einen enormen inneren Wert, er wäre wohl deutlich in der Gewinnzone trotz des Zeitwertverfalls am Ende der Laufzeit.
... er hätte lange Laufzeit und tiefen Basispreis gewählt: Er wäre nicht nur aufgrund des inneren Wertes dick im Plus, auch der Zeitwertverlust wäre um ein Vielfaches geringer, da dieser erst in den letzten Monaten der Laufzeit stark zunimmt.

Natürlich wäre der Schein zum Zeitpunkt des Kaufs um ein Vielfaches teurer gewesen. Aber was haben sie von einem Schein, den Sie für wenige Cent gekauft haben, mit dem Sie aber letztendlich dennoch einen Totalverlust erleiden?


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. Gebot: Reserven bei der zu erwartenden Kursentwicklung einbauen durch die Wahl einer längeren Laufzeit der Optionsscheine!

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