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Optionsscheine-Crashkurs
Teil 1: Gebote 1 und 2

Zur OS-Übersicht
Unvermeidbares Basiswissen!
Weiter im Crashkurs: Teil 2
Zur Vermeidung von Anfänger-Fehlern

Damit Ihnen ein die ärgerlichsten Verlustbringer hoffentlich erspart bleiben, haben wir hier die 10 häufigsten und folgenschwersten Irrtümer von Optionsschein-Investoren zusammengestellt und aufgezeigt, warum dabei mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Verluste entstehen - mit unseren 10 Geboten sollten sie gewappnet sein!


1. Irrtum: Je höher der Hebel desto schneller steigt mein Optionsschein!?

Besonders bitter ist es, wenn Verluste durch schlichte Unkenntnis einfacher Zusammenhänge entstehen. So finden sich immer wieder Anleger, die von den Kennzahlen Delta und Omega offensichtlich noch nie etwas gehört haben und der Ansicht sind, die Kennzahl "Hebel" gebe an, um wie stark sich der Optionsscheinkurs verändert, wenn sich der Kurs des Basiswerts um 1% bewegt. Das ist falsch! Nicht die Kennzahl "Hebel" gibt den wirklichen Hebel eines Scheins an, sondern die Kennzahl "Omega" bzw. "effektiver Hebel"! Es lassen sich zahlreiche Optionsscheine mit drei-, ja sogar vierstelligem Hebel finden, doch bei einem Delta nahe 0 nützt das herzlich wenig, da dann auch das Omega entsprechend niedrig ist. Falls Sie darüber mehr wissen möchten, lesen Sie bitte unbedingt in unserer ausführlichen Einsteigerserie.

1. Gebot: Delta und Omega sind aussagekräftiger und wichter als der "Hebel"


2. Irrtum: OS-Kurse kommen durch Angebot und Nachfrage zustande (d.h. Kurse pushen geht!)

Es gibt immer noch Leute, die glauben, indem sie einen Optionsschein auf allen Internet-Boards empfehlen, könnten Sie über die Nachfrage dessen Kurs in die Höhe treiben, um dann selbst mit Gewinn zu verkaufen. Für diejenigen noch ein letztesmal: Der Kurs eines Optionsscheins kommt nicht durch Angebot und Nachfrage zustande! Ein Optionsschein ist ein mathematisches Produkt, dessen Kurs sich nur anhand der zugrunde gelegten Optionspreisformel errechnet, in die alle Parameter wie aktueller Kurs des Basiswerts, Restlaufzeit, Zinssatz, implizite Volatilität usw. eingehen. Der einzige, der den Kurs eines Optionsscheins beeinflussen kann, ist der Emittent, und zwar über den Parameter der impliziten Volatilität. Außerdem bestimmt er den Spread des Optionsscheins, also die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs.

Nur innerhalb dieser geringen Spanne...

kann sich an der Börse ein Kurs aus Angebot und Nachfrage bilden. Maßgeblich für den Kurs eines Optionsscheins sind ansonsten ausschließlich die Vorgaben des Emittenten.

2. Gebot: Die Preise sind durch die Optionsschein-Preis-Formel festgelegt! (d.h. pushen ist zwecklos)

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