Faszination Devisenhandel
Gewinnen Sie mit den Schwankungen am Devisenmarkt
"Die Renditechancen am internationalen Devisenmarkt
haben eine neue Dimension erreicht"
(Axel Müller, Hrsg. Devisen-Trader)
Teil I / Teil II / Teil
III
Was bewegt
die Kurse von Währungen?
Im Prinzip gibt es nur eine Möglichkeit
zur Erklärung von Devisenkursen, das ist die des Zusammenspiels
von Angebot und Nachfrage. Diese beiden Kräfte entscheiden,
in welche Richtung sich der jeweilige Devisenkurs bewegt.
Wer also Devisenkurse prognostizieren will, der muss Vorhersagen
über die Entwicklung von Angebot und Nachfrage nach den jeweiligen
Währungen treffen. Dieser Hinweis – so selbstverständlich
er auch klingen mag – ist deswegen so wichtig, weil vor allem
fundamentale Analysten sich immer fragen müssen, ob der Theorie-Ansatz,
den sie gerade verfolgen, wirklich das aktuelle Zusammenspiel
von Angebot und Nachfrage erklärt.
Angebot und Nachfrage
Als Beispiel mag hier der Hinweis dienen,
dass die jahrelangen Handelsbilanzdefizite der USA
seit Mitte der 90er Jahre von vielen Analysten als Grund dafür
angeführt wurden, dass der US-Dollar abwerten müsste.
Denn: Der Importüberschuss muss ja irgendwie bezahlt
werden, was dazu führt, dass das Angebot von US-Dollar an
den internationalen Devisenmärkten ständig steigt. Doch
der US-Dollar wertete nicht ab, im Gegenteil.
Der Grund: Angebot und Nachfrage nach US-Dollar wurden
weniger von den Handelsströmen bestimmt, als vielmehr von
den Kapitalströmen. Entscheidend für den Wechselkurs
war daher der ständige Zustrom von Anlagegeldern aus dem
Ausland in die USA.
Dadurch wurde das Defizit in der Handelsbilanz mehr als wettgemacht.
Erst als die Aktienmärkte in den USA in den letzten Jahren
einbrachen und es für ausländische Anleger zunehmend
unattraktiv wurde, in den USA zu investieren, sank die Nachfrage
nach US-Dollar. Und erst dann spielte auch das Handelsbilanzdefizit
für die Erklärung von Angebot und Nachfrage nach US-Dollar
wieder eine wichtige Rolle. Dieses Beispiel zeigt, dass es nicht
genügt, eine einzelne fundamentale Erklärung für
den Wechselkurs heranzuziehen, man muss immer verschiedene Ansätze
im Blick haben.
Der Crossrate-Effekt
Daneben ist es auch wichtig, auf die Cross-Rate-Effekte zu achten.
Steigt z.B. der Wechselkurs EUR/USD an, d.h. der Euro wertet gegenüber
dem US-Dollar auf, und der Wechselkurs USD/JPY bleibt gleichzeitig
unverändert, dann steigt auch der Wechselkurs EUR/JPY an.
Das heißt: Der Euro wertet gegenüber dem Yen auf,
obwohl sich im Verhältnis beider Währungen direkt nichts
geändert hat. Einziger Grund für die Veränderung
ist der Cross-Rate-Effekt aus der Aufwertung gegenüber dem
US-Dollar
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Quelle: www.devisen-trader.de